• Schafschur

    38. SCHAFSCHUR HUTTWIL

    "Vom Schaf zum Kleidungsstück"

    Samstag, 20. Oktober 2018

    von 9.00 bis 17.00 Uhr


    • Schafschur "vom Schaf zum Kleidungsstück"
    • Waschen
    • Färben
    • Kardieren
    • Filzen
    • Spinnen
    • Weben
    • Border Collie-Hütehunde-Demonstration
    • Schaffleischspezialitäten in der geheizten Festhalle
    • Schaffleischverkauf durch den Metzgermeister
    • Arche-Hof-Tiere (ProSpecieRara)

    Bei jeder Witterung!

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    „vom Schaf zum Kleidungsstück“

    Zwei Profi Scherer, besorgen am 20. Oktober bei Grädels die ganze Arbeit: gut 100 Tiere werden an diesem Tag um ihre Wolle erleichtert; insgesamt rund 400 Kilo der kostbaren Naturfaser werden sodann auf dem Areal sortiert, gewaschen, gefärbt, kardiert, gesponnen und verfilzt oder verwoben. „Wolle ist wieder im Trend“, sagt Johann Ulrich Grädel. Immer mehr Menschen werden sich der wunderbaren Eigenschaften der Wolle und anderer Naturfasern bewusst. Auch dieses Jahr erwarten Grädels zahlreiche Gäste, welche sich ein Bild von diesem wunderbaren Handwerk rund um die Wollverarbeitung machen möchten. An der Schafschur können Sie Kamelreiten, Kinder können Filzen, Färben oder auch Weben. Und fürs Leibliche Wohl sorgt der Schafzuchtverein Unteremmental mit der Festwirtschaft. Wer gerne einmal Lammvoressen isst, hat am Samstag die Gelegenheit dazu.

    Lohnen tut sich der Besuch auf alle Fälle. Nebst der Vielzahl an interessanten Tieren gibt es in der Schaukarderei allerhand Spannendes zu sehen. Und der Verkaufsladen, ist ein Eldorado für alle, die sich gerne mit Naturprodukten umgeben. So ist in den letzten Jahren vor allem der Bereich der Naturfaserkleider besonders gewachsen. Es reicht von Unterwäsche, über T-Shirts, Pullover und Jacken bis zu Schuhen aus feinster Wolle.

    Wolle – die Naturfaser für jedermann. Schlafen – Kleiden – Wohnen.

    Der Hof Bäch bei Schwarzenbach, Huttwil, ist etwas versteckt, hinter der Landi und dem Schulhaus Schwarzenbach. Wer auf der Hauptstraße Richtung Bern unterwegs ist, kann ihn aber am Schulhaus vorbei von weitem sehen. Stattlich und gepflegt schmiegen sich die Gebäude in die Landschaft. Rundherum fallen die großen Weiden auf. Doch nicht Kühe tummeln sich darauf, nein, allerlei Schafe und Exoten wie Alpakas, Lamas und Kamele halten das Gras kurz und trotten auf den Weiden umher. Der ganze Platz strahlt Ruhe und Frieden aus – trotz der Betriebsamkeit, die hier immer herrscht. Im Hintergrund lassen sich ein paar Jurten ausmachen. Seit mehreren Jahren stehen die mongolischen Behausungen im Feld und werden rege für Übernachtungen gebucht. Irgendwie hat hier alles mit Wolle zu tun. „Ja, mittlerweile fehlen uns nur noch die Angorakaninchen und die Yaks“, sagt Johann Ulrich Grädel. Alles, was Wolle liefert, darf sich in dieser „Arche“ frei bewegen, auch etliche Arten von Pro Specie Rara-Tieren wie Engadinerschafe oder Wollschweine sind anzutreffen. Aber auch Schweizer Hühner und Enten fehlen nicht.