• Unsere Schafe


    Neu eingetroffen: Merinoschaf

    Das Merinoschaf stammt ursprünglich wohl aus Nordafrika. Im Hochmittelalter gelangten Merinoschafe nach Spanien, wo sie aufgrund der feinen Wolle große wirtschaftliche Bedeutung erlangten. Erst im 19. Jahrhundert gab es auch in anderen Ländern große Merinoherden, heute ist Australien der Hauptlieferant für Merinowolle. Die Tiere geben zwischen zwei und vier Kilogramm Wolle (gewaschen) pro Jahr. 

    Unsere Merinos stammen von der superfeinen Bowmont-Herde aus England mit einer Feinheit von 15 - 18 mic.

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    Das Jakob-Schaf

    Das Jakob-Schaf ist eine alte Rasse, die vom Aussterben bedroht war, bevor 1960 die „Jakob Sheep Society“ gegründet wurde. Der Name dieser Rasse stammt aus der Bibel, (1. Mose 30,Verse 25-43). Als Jakob bei Laban Schafe hütete, waren die gefleckten oder gesprenkelten sein Lohn, daher der Name Jakob-Schafe.

    Kleinere Bestände befinden sich in den Niederlanden und seit 1976 auch in Deutschland. Wir halten seit 1992 Jakob-Schafe.

    Das gescheckte Vlies in den Farben Schwarz-Weiss, Rotbraun oder Grau wiegt etwa 3 kg und hat eine Stapellänge von 10-15 cm.  Die Böcke haben zwei, vier, selten sechs Hörner verschiedener Form bei einem Körpergewicht von 65-75 kg. Weibliche Tiere erreichen mehr als 50 kg und zeigen ein gutes mütterliches Verhalten. Es werden überwiegend Mehrlinge geboren.

    Die gefragte Wolle und begehrten Felle sowie das imposante Gehörn machen die robusten Jakob-Schafe zu einer interessanten Rasse.

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    Das Walliser Landschaf

    Das Walliser Landschaf ist mittel- bis grossrahmig, hat wenig ausgeprägte Fleischpartien und ist eher leicht: Auen wiegen 50 bis 75, die Widder 60 bis 90 Kilogramm.

    Es ist ein genügsames, wenig auf Mastleistung spezialisiertes Schaf, das für die extensive Haltung besonders geeignet ist. Es kommt auch mit minderwertigem Futter gut aus. Seine besonderen Merkmale sind die rollenförmige Behornung beider Geschlechter, die Rammsnase und natürlich die rotbraune Wolle, die grob, lang und schnellwachsend ist. Oft tragen die Schafe ein weisses Blümchen oder einen Stern am Hinterkopf. Manchmal ist die Schwanzspitze weiss gefärbt.

    Das Walliser Landschaf bewegt sich sehr geschickt im Hochgebirge und ist an die dortigen rauhen Bedingungen hervorragend angepasst. Es hat einen ruhigen Charakter und einen ausgeprägten Herdentrieb. Ablammungen sind asaisonal.

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    Das Spiegelschaf

    Beim Spiegelschaf handelt es sich um ein mittelgrosses Schaf mit einer Widerristhöhe von 63 bis 80 Zentimeter. Es entspricht ganz dem alten, hochbeinigen Landschafstyp und erlangt ein Gewicht von 50 bis 80 Kilogramm.

    Das Spiegelschaf lässt sich gut an seiner schwarzen «Brille» und den dunklen Ohrenspitzen erkennen. Je älter die Tiere, desto blasser diese Zeichnung. Gut gezeichnete Tiere sind als Lämmer am ganzen Körper gefleckt. Seinen Namen erhielt das Spiegelschaf von der wollfreien, glatten Stirn, dem so genannten «Spiegel». Die Wolle des Spiegelschafes ist ziemlich fein und oft gezwirnt; Kopf, Bauch und Beine sind nicht bewollt. Die Auen lammen ein-, seltener zweimal pro Jahr, wobei sie meist Mehrlingsgeburten haben.

    Die Mastfähigkeit der Lämmer gilt als vergleichsweise gut. Der Kopf ist eher lang, gerade, schmal, mit getragenen, mittellangen Ohren.

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    Das Skuddenschaf

    Auffälligstes Kennzeichen der Widder ist das imposante Schneckengehörn. Die Auen sind hornlos oder tragen Hornstummel.
    Die Tiere sind kleinrahmig. Das Gewicht der Widder liegt zwischen 35 und 50, das der Mutterschafe zwischen 25 und 35 Kilogramm.
    Die rassetypische Mischwolle setzt sich aus sehr feinen Wollfasern, durchsetzt mit groben Kurzhaaren, und dem deckenden Langhaar zusammen. Die Skuddenwolle ist sehr wertvoll und kann zu Feinwollstoffen (Tweed), Decken und Bettwaren verarbeitet werden; auch zum Filzen eignet sie sich hervorragend.

    Skudden sind sehr aufmerksame, lebhafte und temperamentvolle Tiere. Ihr Verhalten weist einige Ähnlichkeiten auf mit demjenigen der Wildschafe. Auffallend sind die Verspieltheit, der ausgeprägte Herdentrieb, das mütterliche Instinktverhalten und der Beschützertrieb der Widder. Bei regelmässigem Menschenkontakt werden die Tiere zutraulich, gar anhänglich. Skudden eignen sich ausgezeichnet für die Beweidung von Magerstandorten und von verbuschten Futterbeständen — die Tiere fressen auch Rinden und Laub. Zur Mast sind sie ungeeignet. Das langsam wachsende Fleisch reift also unter natürlichen Bedingungen heran und ist sehr delikat. 

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    Gotlandschaf

    Das Gotlandschaf (schwed. Gotlandfår) ist eine Hausschafrasse vom Typ Pelzschaf, die vor allem in Schweden gehalten wird. Es entstand durch Züchtungsarbeit aus den ursprünglichen Schafbeständen Gotlands, den sogenannten Freiweideschafen (Utegångsfår), und gehört zur Gruppe der nordischen Kurzschwanzschafe. 

    Das Gotlandschaf ist ein kleines bis mittelgroßes Pelzschaf. Es gilt als genügsam, robust und wetterhart und stellt nur geringe Ansprüche an Fütterung und Haltung. Seine Wolle ist silbergrau bis dunkelbraun, an Kopf und Beinen tragen sie nur schwarzes Kurzhaar. Die Wolle ist gelockt und dadurch ideal zur Filzherstellung.

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    Engadinerschaf

    Die Engadinerschafe sind an ihren Rammsnasen und den typischen langen Hängeohren zu erkennen. Widder und Auen sind in den Farben fuchsbraun und schwarz vertreten. Das Vlies ist einheitlich, mit wenig gekrausten, langen Wollhaaren. Ihrer rotbraunen Wollkutte wegen werden die Tiere im Engadin auf romanisch "besch da pader" (Paterschafe) genannt. Ihre Genügsamkeit und die gute Eignung für die extensive Schafhaltung gaben den eleganten Schafen in den letzten Jahren Auftrieb.

     

    Das Engadinerschaf ist ein mittelgrosses, robustes Schaf mit harmonisch gebautem Körper. Die alte Schafrasse ist bekannt für ihre erstaunliche Fruchtbarkeit: mit durchschnittlich 2.5 bis 3 Lämmern pro Jahr schlagen sie in Sachen Fruchbarkeit alle übrigen Schweizer Schafrassen. Gründe dafür sind ihre Asaisonalität, d.h. ihre ganzjährige Paarungsbereitschaft, die sehr kurzen Zwischenlammzeiten sowie häufige Mehrlingsgeburten. Die grosse Anzahl Lämmer gleicht die im Vergleich zu Mastrassen geringere Mastfähigkeit aus. Das zarte, magere Fleisch der Lämmer ist von hervorragender Qualität und findet immer mehr Anhänger. Der Gang ist lebhaft und geräumig, die Klauen sind hart und kaum anfällig. Die Tiere sind sehr trittsicher. Engadinerschafe wurden früher nur wenig auf Leistung als viel mehr auf Robustheit und Berggängigkeit selektioniert. Heute erfreuen sich ihre Halter an der ursprünglichen Widerstandskraft, der hohen Vitalität und der Zutraulichkeit der Tiere.


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    Zackelschaf

    Das Zackelschaf ist eine alte ungarische Schafrasse, die seit der Zeit der Landnahme Ende des 9. Jahrhunderts als Gefährte des Ungarn gilt. Lange Zeit war es das typische Tier der Schäfer im ungarischen Tiefland. Das Zackelschaf ist eine geschützte Rasse. Beide Geschlechter verfügen über das charakteristische Merkmal eines V-förmig abstehenden Hornes. Das Horn des Männchens kann eine Länge von bis zu einem halben Meter erreichen. Beim Weibchen rund 30 cm. Es gibt weisse und schwarze Tiere. Sie zählen auch als guter Milchliferant. Diese wird hauptsächlich zu Käse weiterverarbeitet. Das Fleisch ist sehr nahrhaft und von guter Qualität. Die Wolle ist eher grob und wird 25 - 30 cm lang.

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